Flughafen Düsseldorf (GER)
Hintergrund
Der Düsseldorfer Flughafen ist nicht nur das wichtigste internationale Drehkreuz in Nordrhein- Westfalen, sondern mit über 20 Millionen Passagieren (nach veröffentlichten Angaben für 2025)1 einer der größten Flughäfen Deutschlands. Der jährliche Strombedarf des Flughafens entspricht in etwa dem Verbrauch einer Kleinstadt.
Den Hauptanteil des benötigten Stroms bezieht der Flughafen von den Düsseldorfer Stadtwerken. Dabei handelt es sich um TÜV-zertifizierten Grünstrom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind- oder Wasserkraft stammt. Um auch den restlichen Strombedarf mit Fokus auf eine reduzierte Emissionsintensität zu ergänzen, betreibt der Flughafen eigene Photovoltaikanlagen und setzt auf effiziente Kraft-Wärme-Kopplung mit hohem Wirkungsgrad. Denn der Flughafen verfolgt im Rahmen seiner Klimaschutzstrategie das Ziel, nicht nur seinen Energie-, sondern auch seinen Rohstoffeinsatz zu minimieren.2
Lösung
Seit 2013 sind am Düsseldorfer Flughafen zwei Jenbacher Blockheizkraftwerke (BHKW) der INNIO Group mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 2 Megawatt im Einsatz. Betrieben werden sie von der Tochtergesellschaft Flughafen Düsseldorf Energie GmbH. Mit einer für den Flughafen passenden Auslastung von rund 75 Prozent decken die Jenbacher BHKWs nach Angaben des Betreibers rund 12 % des Strombedarfs ab. Vorrangig soll der Strombedarf durch die vor Ort installierten Photovoltaikanlagen gedeckt werden. Die Jenbacher BHKW dienen als zuverlässige Ergänzung in einem ausgewogenen Energiemix aus zugekauftem Ökostrom und eigener Erzeugung.
Die Anlage produziert nicht nur Strom, sondern jährlich auch 10.000 MWh Wärme. Im Winter wird diese in erster Linie zur Beheizung des Flughafengebäudes genutzt. Auch im Sommer besteht ein relevanter Wärmebedarf, etwa für die Warmwasserbereitung in Gastronomiebereichen und die sanitären Einrichtungen am Standort. Insgesamt decken die Jenbacher BHKW rund ein Drittel des Wärmebedarfs ab. Da zusätzlich auch eine Absorptionskältemaschine zum Einsatz kommt, kann die thermische Energie im Sommer zudem zur Gebäudekühlung verwendet werden.
Ergebnis
Nicht nur der Energieverbrauch des Düsseldorfer Flughafens entspricht dem einer Kleinstadt, er verfügt auch über eine ähnlich komplexe Infrastruktur. Um seine Stromversorgung auf eine breite Basis zu stellen, setzt er neben dem Bezug aus dem öffentlichen Stromnetz auch auf Eigenproduktion. Während die Leistung der vor Ort installierten Photovoltaikanlagen von den Sonnenstunden abhängt, leisten die beiden erdgasbetriebenen Jenbacher BHKW einen Beitrag zur Grundlastversorgung am Flughafen Düsseldorf.
2022 wurden die Jenbacher BHKW generalüberholt. Mit dem Update der Jenbacher Steuerungstechnologie und der Ausstattung mit zusätzlichen Sensoren zur besseren Überwachung ist die Anlage nun noch besser für die Zukunft gerüstet.
Kundenvorteile
- Zuverlässige Grundlastversorgung mit Strom und Wärme als Ergänzung von volatilen, erneuerbaren Energieerzeugern
- Der ausgewogene Energiemix trägt zur Stabilisierung der Energieversorgung der kritischen Infrastruktur des Flughafens bei und unterstützt die Deckung des hohen Energiebedarfs.
- Hocheffiziente Jenbacher BKWK- und Steuerungstechnologie
- Langjährige Betriebserfahrung
Standort
Installierte
Motoren
Elektrische Leistung
Thermische Leistung
Energieträger
Inbetriebnahme